Cyrano de Bergerac ist tot.

Wer ihn kannte, vergisst ihn nicht. Nicht nur im Parcours war er ein Kämpfer, doch in seinem letzten Kampf musste er sich heute geschlagen geben: Vor wenigen Stunden wurde Cyrano de Bergerac, der an den schweren Folgen einer bakteriellen Infektion litt, eingeschläfert.
Der 1994 geborene Coriano-Sohn (M. v. Ricardo-Labrador; Z.: Sabine Rothfuss, Sulz am Neckar; Aufz.: Gestüt Dobel) wechselte 1997 in den Besitz des Stuttgarters Olaf Rutschek und wurde vom bis zur schweren Klasse erfolgreichen Volker Hahn in den Springsport gebracht, wo er schon früh auch internationale Spitzenreiter auf sich aufmerksam machte. 1999 wurde Franke Sloothaak Mitbesitzer und Reiter des Hengstes, der neben Iberio zum erfolgreichsten Württemberger Deckhengst im Sport avancierte.

2002 wurde Cyrano de Bergerac aufgrund seiner Erfolge in Oldenburg gekört. Anerkannt war der Hengst außerdem für den Springpferdezuchtverband Oldenburg-International, die Süddeutschen Verbände, die Pferdestammbücher Westfalen und Rheinland sowie von Zuchtverbänden in Frankreich, Belgien, der Schweiz, Italien und Schweden.

Außerdem wurde er ins Hannoveraner Springpferdeprogramm aufgenommen. Zu seinen größten Erfolgen gehörten neben Siegen und Top-Platzierungen in Großen Preisen und Weltcup-Qualifikationen die Siege in einer Qualifikation zum Bundeschampionat mit der Note 9,0, im Sires of the World im Rahmren des CSI-W in Bordeaux und im Finale des Audi Cup für Nachwuchspferde beim CSI Hannover. 2004 fand Cyrano de Bergeracs sportliche Karriere ein apruptes Ende, der Hengst zog sich einen kompletten Sehnenabriss zu.

Konnte er zunächst ausschließlich über Gestüt Dobel per Tiefgefriersperma züchterisch genutzt werden, war er von 2005 bis 2007 im baden-württembergischen Haupt- und Landgestüt Marbach und der Hengststation Jens Meyer im Deckeinsatz. Ende 2007 wurde der Hengst nach Schweden verkauft, wo er in der letzten Saison mehr als 100 Stuten deckte. Auch seine Bilanz als Vererber kann sich bereits sehen lassen: Er stellte mehrere Siegerfohlen auf Schauen und Auktionsfohlen sowie 2008 mit Con-Tico (M. v. Centesimo-Lanacar; Z.: Olaf Rutschek) bereits einen gekörten Sohn.



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