14.06-17.06.2007 CSI** Roeser

Ein erfreuliches Bild bot sich am Donnerstag dem Besucher im Hellinger Wald bei Roeser. Die Veranstalter des CSI** hatten keine Mühe gescheut um die Anlage auf der zum 15. Male die Réiser Päerdsdeeg stattfinden aufs feinste herzurichten. Zelte, Verkaufsstände, alles entspricht internationalem Niveau, es ist offensichtlich, Roeser hat sich aus den Anfängen von einem nationalen Wiesenturnier zum respektablen Großevent entwickelt hat. Der unverkennbare Charakter der Veranstaltung jedoch, Reitsport und Volksfestambiente miteinander zu verbinden ist nach wie vor geblieben. Die ausländischen Starter trugen in allen sämtlichen internationalen Prüfungen den Sieg davon, jedoch konnten die Luxemburger Teilnehmer gute bis sehr gute Platzierungen erreichen. Und was besonders erfreulich scheint, ist die Tatsache, dass eine Reihe in Luxemburg gezüchteter Pferde erfolgreich mit von der Partie waren.
Der Donnerstag, an dem der Startschuss für den CSI** fiel war in erster Linie den Jungen Pferden vorbehalten. Auf nationaler Ebene wurden drei Prüfungen geritten, bei 13 Teilnehmern konnte Charlotte Bettendorf in der Klasse A bei den 4-jährigen Pferden auf Ernestine du Gibet von El Bundy mit dem einzigen fehlerfreien Ritt den Sieg davontragen. Bei den 5-jährigen ging der Sieg an Steffen Hauter der den braunen Hengst Sine qua Non von Stakkato vorstellte. Claudia Bock belegte in Klasse L mit dem 5-jährigen Wallach Olypack de Xir den 1. Platz. Auf internationaler Ebene wurde das Einlaufspringen des Youngster Cup ausgetragen. Runde eins dieses Cup an dem 40 Pferde im Alter von 6 oder 7 Jahren teilnahmen ging an Manfred Müller aus der Schweiz. Das 2. Springen dieser Tour, der Prix Tageblatt der am Freitagmorgen stattfand und über eine Hindernishöhe von 1,20 1,25m führte wurde gewonnen von Hendrik Zurich aus der Schweiz auf dem 7-jährigen Wallach Lupicat von Lupidor.

Erstaunlicherweise beschränkte sich die Teilnahme an der ersten Prüfung der kleinen Tour über 1,25m auf nur 45 Teilnehmer. Mit Franck Goubard stellte Frankreich den Sieger auf Lisa von St. Gilgen, insgesamt waren 11 fehlerfrei Ritte zu verzeichnen, als beste Luxemburgerin unter ihnen Nathalie Mangen auf Bonito einem in Luxemburg gezüchtetem Pferd auf dem 11. Platz. Weiterhin aus Luxemburger Sicht in der Platzierung Tanja Dohm auf Criquet.

In der mittleren Tour die über eine Hindernishöhe von 1,30m führte gingen 79 Pferde an den Start. Bei 20 Platzierten und 31 fehlerfreien Ritten belegte wiederum der Schweizer Manfred Müller, diesmal auf Sarino den 1. Platz. Auf Platz 7 fand sich die beste Luxemburger Teilnehmerin Noemie Goergen auf ihrem 8-jährigen Wallach Self Made wieder. Weiterhin aus Luxemburger Sicht in der Platzierung Liette Thiry auf Undercover, Marc Schartz auf Nautica, Eric Lanners auf Sunbelle, François Thiry auf Fidelio.

In der grossen Tour des CSI**, dem Hauptspringen vom Freitag waren 60 Paare am Start, unter ihnen die Luxemburger Teilnehmer Liette Thiry, Christian Weier, Patricia Ries, Hans-Helmut Bauer, Marcel Ewen, Charlotte Bettendorf und Victoria Häussler. Der Parcours führte über eine Hindernishöhe von 1,40m mit einer zweifachen und einer dreifachen Kombination. Den Sieg trug Maurice van Roosbroeck aus Belgien davon mit der 9-jährigen Stute Reichsgravin. Mit einer zügigen und fehlerfreien Runder konnte Liette Thiry in diesem internationalen Teilnehmerfeld auf dem 9-jährigen Wallach Silk Thread den hervorragenden 6. Platz belegen. Ebenfalls mit einer sehr schönen fehlerfreien Runde bestätigte Christian Weier vom Senningerberg seine konstant guten Leistungen dieser Saison. Er belegte mit dem 9-jährigen Holsteiner Carisco bei 15 platzierten Reitern den 10. Rang.

Am Samstag waren es 41 Pferde die in der kleinen Tour an den Start gingen, Frankreich stellte mit Romain Duguet auf Torro den Sieger, den ausgezeichneten 2. Platz belegte Viktoria Häussler (Foto oben) auf der 8.jährigen Stute Pialotta Noemie Goergen (Foto rechts) kam mit Coryphäe auf Platz 8, Tun Goedert mit Candice auf Platz 10 vor Allan Kelly der auf Porto den 11. Platz belegte. Am Sonntag dann hatten viele Reiter ihre Pferde aus der mittleren und großen Tour herausgenommen da sich besonders am Samstag, nicht zuletzt infolge der starken Regenfälle die Runden schwieriger erwiesen als an den Vortagen. Bei 67 Starter kam der Franzose Desutter mit Lady Blue Latour auf den 1. Platz als Luxemburger Starter kam allein Ken Gruber auf Ajaccio mit 4 Fehlerpunkten im Stechen in die Platzierung auf Rang 14.

Die mittlere Tour am Samstag mit dem Sieger Markus Merschformann aus Deutschland wurde mit Stechen ausgetragen, Hier kam Victor Bettendorf auf Wiwine einer Wanderburschstute mit Luxemburger Brand auf Platz 7, Hans-Helmut Bauer auf Valesko auf Platz 8, Alan Kelly auf Cam-Wood auf Platz 9 Christian Weier auf Flory auf Platz 15, Vicoria Häussler (Foto oben) auf Cynthino auf Platz 16 und und Noemie Goergen auf Self Made als letztplatzierte auf den 18. Rang dies bei insgesamt 72 Teilnehmern. Das Finalspringen der mittleren Tour nach Fehler und Zeit geritten ging an den ungarischen Reiter Henri Kovacs (Foto links) mit der 8-jährigen Stute Corina. Drei FLSE-Teilnehmer konnten sich platzieren, 4. Viktoria Häussler auf Amagedon, 6. Patricia ries auf Cartier, 11. Goergen Noemie auf Self Made.

Mit dem Grand Prix de Luxembourg einem zwei Sterne Springen der Klasse S ging das einzige internationale Ereignis der Luxemburger Springsportszene des Jahres 2007 zu Ende. Es war ein happig gebautes Springen das die 47 Pferde zu überwinden hatten. 11Hindernisse mit 14 Sprüngen, davon eine zwei- und eine dreifache Kombination mit einer maximalen Hindernishöhe von 1,45 stellten die Reiter vor eine schwierige Aufgabe. Nur 2 Reiter meisterten den Parcours fehlerlos und zwar Rob Heyligers aus den Niederlanden und Erwan Auffret aus Frankreich. Zwei weitere Reiter, Léon Kuypers aus den Niederlanden und der für Luxemburg startende Hans-Günther Klein hatten zwar keine Hindernisfehler zu verzeichnen, mussten jedoch jeweils einen Zeitfehler hinnehmen. Somit kamen nur zwei Reiter ins Stechen so dass die Réiser Päerdsdeeg ein kurzes Finale erlebten, nichts desto weniger ein spannendes, denn die beiden Reiter ließen verschenkten keinen Meter auf dem Weg ins Ziel. Am schnellsten war Erwan Auffret, mit 42.73 Sekunden über die 370 Meter Strecke jedoch er kassierte einen Hindernisfehler, somit blieb Rob Heyligers auf dem 11-jährigen niederländischem Wallach in der Zeit von 49,73 Sekunden der Sieger im Grossen Preis P&T und Commune de Roeser. Als bester Luxemburger Teilnehmer rangierte sich Hans-Günter Bauer auf den 5. Rang, Christian Weyer mit Carisco, im Normalparcours mit 5 Fehlerpunkten belegt den 13. Platz in der Platzierung.

Weitere gute Resultate jedoch ohne Platzierung verzeichneten Charlotte Bettendorf mit Cerutti du Gibet auf Rang 15 und Liette Thiry mit Silk Thread auf Rang 16 mit jeweils 8 Fehlerpunkten im Normalparcours.

Der CSI** Roeser war ein Highlight des Luxemburger Springsports im Jahre 2007.

Wie uns François Thiry, Organisator der Réiser Päerdeeg und Präsident der Luxemburger Reitspotföderation bestätigte, waren die Réiser Päerdsdeeg 2007 wohl die Quintessence dessen was man in reitsportlicher Hinsicht bieten kann. Ein hervorragendes internationales Starterensembel und performante Luxembuger Reiter, so soll in Luxemburg ein internationales Turnier aussehen. Von der Infrastruktur her war für die Zuschauer in diesem Jahr mehr Raum geschaffen worden als in den Vorjahren und das erwies sich als richtig, denn besonders erfreulich war der große Publikumsandrang. “Mit den Sponsoren von diesem Jahr ist uns”, so F. Thiry “glaube ich, eine gute Mischung von Sport, Volksfest und Gastronomie gelungen, wobei für mich als Präsident der Luxemburger Reitsportföderatiom wohl der Schwerpunkt auf dem Aspekt Sport liegt, wohl wissend, dass ohne die umliegenden Ingredienzien sprich Fun und Gastronomie kein Sponsor ein Ereignis dieser Größenordnung mittragen würde. “

André Nepper, Präsident des führenden Luxemburger Zuchtverbandes SCSL relativierte seine Genugtuung über die Teilnahme Luxemburger Zuchtprodukte wohl wissend, dass Erfolg kein Zufallist, sondern permanente Bemühungen engagierter Züchter erst die Präsenz Luxemburger Pferde auf diesem Niveau möglich machten.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden noch etliche Reiter mit Sonderpreisen beehrt:

Trophée NIC-GROUPE SAMSIC
Merschformann Marcus Meilleur Cavalier CSI

Trophée BERNARD-MASSARD
Bettendorf Victor Meilleur Cavalier lux. Du CSI

Trophée IMMO WAEHNERT
Häussler Viktoria Meilleure Amazone du CSI

Trophée SHELL
Thiry Liette Meilleure Amazone lux. Du CSI

Trophée TAGEBLATT
Kovacs Henri Meilleur Cavalier Youngster

Trophée FIRST FLOOR
Kovacs Henri Meilleur Junior/Young Rider du CSI

Trophée Memorial
MARC THILL Häussler Viktoria Meilleure Cavalière lux. Du CSI

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