Michael Klimke will vor Gericht

MÜNSTER/HANNOVER. Der Dressurreiter Michael Klimke (Münster) ist von der Disziplinarkommission der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für zwei Monate gesperrt worden.
Bei seinem Pferd White Foot war im August vergangenen Jahres bei einer Kontrolle ein im Wettkampf verbotenes Mittel (Flunixin) nachgewiesen worden. Der 31-jährige Sohn des sechsmaligen Olympiasiegers Rainer Klimke hat die Sperre akzeptiert, will aber gegen die Disqualifikation vor einem ordentlichen Gericht klagen.

Mit der Klage will Klimke darauf hinweisen, dass die Bestimmungen der FN nicht ausreichen. Klimke sagte: Die Substanz stammt von einem Mittel, das wir zehn Tage vorher gegen eine leichte Kolik gegeben haben. Laut Packungsbeilage verliert das Mittel nach 36 Stunden seine Wirkung und ist nach sieben Tagen abgebaut. Der Reiter war den Regeln entsprechend disqualifiziert worden und muss Preisgeld und Siegerschleife zurückgeben.

Tierarzt Joachim Piotrowski hatte am 16. August 2000 den Hengst medikamentös behandelt. Neben dem Spasmolytikum Buscopan verabreichte der Arzt auch das Analgetikum Finadyne. Dieses Medikament enthält als Wirkstoff die Substanz Flunixin, die beim Turnier der Sieger in Münster nachgewiesen worden war. Der Wirkstoff zählt nicht zu den Dopingmitteln, sondern zur so genannten Liste zwei. In dieser sind die im Wettkampf nicht erlaubten Mittel zusammengefasst.

Die Sperre von Klimke ist zum größten Teil bereits durch freiwilligen Startverzicht abgegolten. Am Samstag in Mannheim darf Klimke wieder reiten.



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