Hannoveraner Juli Auktion in Verden

Zum ersten Mal fand die Verdener Auktion im Juli an zwei Tagen statt. Am Freitagabend wurden 70 Fohlen versteigert, einen Tag später warten 96 Reitpferde auf neue Besitzer.

Preisspitze des Jahrgangs 2017 war die Totilas-Tochter Traumtänzerin, die ihren Züchtern 32.000 Euro bescherte. Durchschnittlich mussten 7.494 Euro angelegt werden.
Gleich zwei Weltklasse-Dressurpferde finden sich im Pedigree der Preisspitze Traumtänzerin: Vater Totilas und Muttervater Desperados. Eine Kombination, die in dieser Qualität wohl selten anzutreffen ist. Mit großem Potential ausgestattet schwebte das typvolle Rappstutfohlen (Z. u. Ausst.: ZG Schmidt, Naumburg) durch die gut besuchte Niedersachsenhalle und begeisterte das Publikum. Für 32.000 Euro ging der Zuschlag an Emma Bundell vom britischen Gestüt Mount St. John in North Yorkshire. Dort wird sie auf die Fidermark/Donnerhall-Tochter Freestyle treffen, die mit Charlotte Dujardin am Beginn ihrer internationalen Karriere steht und ebenfalls auf der Fohlen-Auktion in Verden entdeckt wurde.

Nicht minder begehrt waren die Springfohlen, internationale Abstammungen waren gefragt. Begehrteste Offerte war der Kannan/Calido-Sohn Kreuz Bube (Z. u. Ausst.: Prof. Dr. Karl Heinz Böhm, Hannover), der für 11.500 Euro von einem Aufzüchter aus Nordrhein-Westfalen erworben wurde. Seine Mutter St.Pr.St. Calida aus erfolgreichem Stutenstamm wird in drei Wochen an selber Stelle die Kollektion der Fohlen- und Zuchtstutenauktion bereichern.

Die hohe Qualität des Jahrgangs bei der Vorauswahl hatte dazu geführt, dass eine große Zahl Fohlen angeboten wurde und der Zeitplan der Verdener Auktion erweitert wurde. Die Auktion der Fohlen profitierte von den zeitgleich auf dem Gelände an der Niedersachsenhalle stattfindenden Landesmeisterschaften des Pferdsportverbandes Hannover, HA.LT. Schon bei der Präsentation der Fohlen am Mittag herrschte reges Interesse. „Der Verlauf war sehr zufriedenstellend mit einer sehr breiten Spitze“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. 15 Fohlen erzielten Preise von 10.000 Euro und mehr. Käufer aus 16 verschiedenen Nationen kamen zum Zuge, rund ein Drittel der Pferde wird Deutschland verlassen. Erstmals konnten zwei Hannoveraner Fohlen in die Vereinigten Arabischen Emirate verkauft werden.

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