02.-03.04.2011 Springturnier Feelenerhecken Romabau Trophy

Conny Fraiture Überraschungssiegerin der Romabau Trophy in den Feelener Hecken

Zum Finale der Romabau Trophy kam am letzten Wochenende der dritte und somit letzte Umlauf der Veranstaltung in der Reitanlage Einsweiler in den Feelener Hecken zur Austragung. Das von Equishows in Zusammenarbeit mit dem Club Hippique du Nord organisierte Hallenspringturnier kannte wie die Vorgängerversionen im November 2010 und Februar 2011 einen großen Teilnehmer und Publikumserfolg. Bei schon fast sommerlichen Witterungsbedingungen standen 12 Springprüfungen auf dem Programm mit dem Höhepunkt am Sonntag, dem Finale des Romabau-Cups, einer Springprüfung der Klasse M*.


Nur durch zwei Punkte vor dem abschließenden Wettbewerb getrennt, versprach der Zweikampf zwischen den Amazonen Noémie Goergen und Conny Fraiture einen spannenden Wettkampf. Der Drittplatzierte in der Gesamtwertung der Romabau Trophy , Alan Kelly, hatte bestenfalls noch Außenseiterchancen. Insgesamt blieben 15 Paare ohne Abwurf im ersten Umlauf und qualifizierten sich fürs Stechen. Darunter alle Favoriten auf den Gesamtsieg, was die Spannung natürlich erhöhte. Den zahlreichen Zuschauern wurde trotz Abwesenheit einiger nationaler Spitzenreiter sehr guter Springsport geboten. Als erste der Favoriten musste Noémie Goergen mit Versace vant Ameldonckhof in den von Parcoursbauer Detlef Weyand tückisch gestellten Parcours. Mit insgesamt 8 Fehlerpunkten verspielte sie fast alle Chancen auf den Gesamtsieg. Alexandre Malaspina setzte mit einer sehr schnellen fehlerfreien Runde auf Roma den Maßstab für die folgenden Teilnehmer. Seine Leistung hatte keinen Einfluss auf die Gesamtwertung da er beim ersten Springen der Serie nicht am Start war. Beherzt auf den Tagessieg reitend schaffte der belgische Gastreiter Kevin Maus auf dem 10jährigen Wallach Bliss de la Hart die Bestzeit von Malaspina noch zu unterbieten. Alan Kellly mit Cassidy unterm Sattel vergab anschließend seine letzte Chance auf den Gesamtsieg ausgerechnet am letzten Hindernis. Noémie Goergen erlitt das gleiche Schicksal mit ihrem zweiten Pferd dem schwedischen Wallach Self Made. Mit der absoluten Bestzeit verpasste die junge Reiterin vom CRL durch einen Abwurf am letzten Sprung den Tagessieg. Nun war Conny Fraiture mit der 11 jährigen belgischen Stute Amaryllis VD Dwerse Hagen am Start. Wohlwissend das sich die Reiterin selbst einen Abwurf leisten konnte, ritt das Paar voll auf Angriff. Fehlerfrei überwand die Amazone vom Club Equestre Pegasus alle Hindernisse und sicherte sich mit dem dritten Platz den Gesamtsieg der Romabau Trophy vor Noémie Goergen und Alan Kelly. Bei der anschließenden Siegerehrung konnte Conny Fraiture neben dem verdienten Applaus der Zuschauer den Cheque von 500.- Euro vom Sponsor in Empfang nehmen. Den Tagessieg in der Prüfung der Kategorie M* holte sich Kevin Maus mit elf Hunderstelsekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Alexandre Malaspina.

Am Samstag kam bereits ein Springen der Klasse M* zur Austragung, die jedoch nicht in die Wertung des Cups einfloss. Mit einer schnellen und fehlerfreien Runde ging der Sieg in dieser Prüfung an Alan Kelly der diesmal die Stute Ulocia zu Siegerehren führte. Lynn Theis mit Japy unterm Sattel landete auf den Ehrenplatz vor Kevin Maus der mit Bliss de la Hart den dritten Platz belegte.

Insgesamt fünfmal trug sich Jessy Fraiture, die jüngere Schwester der Gesamtsiegerin des Romabau-Cups, an diesem Wochenende in die Siegerlisten ein. Zweimal davon konnte sie den Sieg der Klasse L auf Monti davontragen. Auf dem zweiten Platz folgten einmal Björn Rohrbach auf Laluna sowie Noémie Goergen auf Loi Dor. Thierry Schloesser mit Penelope konnte ebenfalls einen Sieg in dieser Klasse davontragen vor Luca Leyder auf Orofini.

Die Springprüfungen der Klasse A** wurden dominiert von Jessy Fraiture und alle Prüfungen gingen auf ihr Konto. Zweimal war sie hier wiederum mit Monti erfolgreich und den dritten Sieg konnte sich die junge Reiterin mit Fiorucci ergattern. Den zweiten Platz in dieser Kategorie holte sich zweimal Fabienne Theis auf Lipton du Cheri Vivier während Vanessa Juchem auf Would You einmal den Ehrenplatz für sich in Anspruch nehmen konnte.

In den Stilspringprüfungen der Klasse A* , bei denen die Wertungsnoten ausschlaggebend sind, konnten sich Lucie Kieffer auf Mandoline du Sud, Anya Astafieff auf Marc Aurel sowie Tessy Einsweiler auf Scoopy die Siegerschleifen abholen.

In der für junge Pferde vorbehaltenen Pferdespringprüfungen der Klasse A gingen jeweils ein Erfolg auf das Konto von Kim Grangenette auf Luke sowie Alan Kelly auf Barendten Uno.

Die hervorragend organisierten Turniere rund um das Team von Etienne Rossler, Roger Leyder und Guy Franziskus fanden damit einen erfolgreichen Abschluss der Wintersaison. Die Idee den luxemburgischen Reitsport im Winter aufrecht zu erhalten wurde von den aktiven Reitern sowie vom Publikum voll angenommen. Das Gesamtkonzept stimmte und das Ambiente rund ums Turniergeschehen mit Cateringbereich und anderen Annehmlichkeiten, sowie die großzügige Reitanlage von Jeng Einsweiler in den Feelenerhecken, zogen zahlreiche Zuschauer zu den spannenden Wettkämpfen. Zu hoffen bleibt dass die Organisatoren mit Hilfe der Sponsoren und den vielen Helfern, durch diesen Erfolg motiviert sind diese Serie auch im kommenden Winter wieder auszutragen. Es kann dem aufstrebenden einheimischen Reitsport nur förderlich sein und die Jugendarbeit in dem Bereich weiter voranbringen, wenn auch hierzulande während der Winterzeit Reitturniere stattfinden.

Foto: v.l.n r. : Robert Schrauben (Geschäftsführer ROMA BAU), Maria Schrauben (Robert Schraubens Ehefrau), Thierry Schloesser (als Pferdepfleger von Conny Fraiture), Conny Fraiture (Siegerin der RomabauTrophy), Christina Schrauben (Tochter von Robert Schrauben)

Romabau Trophy

1. Conny Fraiture Amaryllis
2. Noemie Goergen Versace
3. Alan Kelly Cassidy

Zur Turnierübersicht mit den Resultaten>>>



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