16.-19.12.2004 Turnier in der Frankfurter Festhalle

Starke Besetzung in der Festhalle Frankfurt

Die Festhalle der Börsenmetropole Frankfurt verwandelt sich vom 16.-19. Dezember in eine Bühne für hochkarätigen Reitsport. In den Spring- als auch den Dressurprüfungen werden Stars der Weltelite den Zuschauern ihr Können unter Beweis stellen.


Zu den Topathleten im Parcours gehört der österreichische Altmeister im Sattel, Hugo Simon. Der mittlerweile 62 jährige Springreiter kann auf eine Karriere zurückblicken, die seinesgleichen sucht.

Der gebürtige Tscheche zog nach dem zweiten Weltkrieg mit seinen Eltern nach Deutschland, nach Hessen und dort begann seine Karriere. Die treibende Kraft hinter Hugo Simons Reitkarriere war sein Vater, ein Pferdehändler, der seinem Sohn bereits mit 8 Jahren die ersten Unterrichtsstunden im Sattel verordnete. Das Dressurreiten lernte er bei keinem geringeren als Heinrich Boldt, das Springen bei Micky Brinckmann. 1972 tauschte Hugo Simon die deutsche Staatsbürgerschaft jedoch gegen die österreichische ein, nachdem man ihn für die Olympischen Spiele in München nicht wollte, dafür jedoch sein Pferd. Seit dieser Zeit reitet Hugo Simon nun für Österreich und errang in München 1972 direkt den vierten Platz in der Einzelwertung. Das gleiche Ergebnis schaffte er noch einmal in Atlanta 1996 Der mehrfache österreichische Staatsmeister zählt heute zu den dienstältesten Springreitern der internationalen Szene- und zu den beliebtesten. Auf nahezu allen Turnierplätzen dieser Welt gehört er zu den absoluten Publikumsmagneten. Wenn der gerade einmal 163cm große Hugo Simon im Parcours Gas gibt, sind die Zuschauer regelmäßig fasziniert. Etliche Große Preise hat der dreimalige Weltcupsieger im Lauf von 25 Turnierjahren gewonnen. Zu den größten Erfolgen bislang zählen die Mannschaftssilbermedaille bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und die Vizeeuropameisterschaft 1997 in Mannheim. 1996 führte Hugo Simon die Weltrangliste an und wurde zum erfolgreichsten Springreiter der Welt gekürt. Mit seinem Top-Pferd E.T. hat Hugo Simon in den letzen Jahren viele schwere und lukrative Prüfungen gewonnen. Mit 3,2 Millionen Euro Preisgeld ist der außerirdische E.T. das erfolgreichste Springpferd aller Zeiten.

Doch auch sein Landsmann Markus Beerbaum wird sein Bestes geben, wenn es um vordere Plätze geht. Der kleine Bruder von Ludger Beerbaum hat sich seit vielen Jahren einen eigenen großen Namen im internationalen Springreiten gemacht und lebt heute mit seiner ebenfalls sehr erfolgreichen Frau Meredith Michaels-Beerbaum auf einer eigenen Anlage in Thedinghausen bei Bremen. Wenn er nicht auf Turnieren in der ganzen Welt unterwegs ist, bildet Markus Reiter als auch Pferde aus und handelt mit guten Nachwuchsspringern. Sein großes Vorbild ist sein Bruder Ludger, der einer der besten Springreitern der Welt ist, und auch für seine Ausbildung im Sattel mitverantwortlich war.

Dass harte Arbeit und Training Früchte tragen, zeigen seine Leistungen: Zu den größten Erfolgen von Markus Beerbaum zählen die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften 1994, die Goldmedaille mit der Mannschaft bei den Europameisterschaften 1997, sowie ein Jahr später die Mannschaftsgoldmedaille bei den Weltmeisterschaften. In der Einzelwertung ritt Markus Beerbaum auf einen guten 7.Platz. Seit 1990 kann er auf viele erste Plätze in Schweren Springen weltweit zurückblicken und auch in diesem Jahr stand er unter anderem bei Großen Preis von München auf dem Siegertreppchen und konnte das Weltcup Springen in Wellington für sich entscheiden.

Ein weiterer Anwärter auf gute Zeiten in Parcours ist der Deutsche Sören von Rönne. Der Schleswig Holsteiner aus Uetersen ist eigentlich gelernter Steuerberater und kann ebenfalls auf ein abgeschlossenes Studium an der Universität Hamburg als Diplom-Kaufmann blicken. Doch sein Leben hat er den Pferden gewidmet. 1972 begann Sören von Rönne 10 jährig zu reiten und schaffte mit Karsten Huck, seinem Förderer, den ersten internationalen Sieg beim holländischen Springderby 1987. Dass er auch im Dressurreiten erfolgreich war, wissen nur die wenigsten: 1978 errang er den Titel des Landesmeister der Junioren von Schleswig Holstein. Das Springreiten sollte jedoch seine Passion bleiben und so kann Sören von Rönne auf eine erfolgreiche Laufbahn zurückblicken: 1994 wurde er mit der Mannschaft Weltmeister in Den Haag und erritt sich in der Einzelwertung die Bronzemedaille. 2001 wurde er zweiter im Nationenpreis und auch in diesem Jahr konnte er das Siegertreppchen bereits besteigen.

Der Schweizer Olympiareiter Fabio Crotta, wird ebenfalls in Frankfurt in den Parcours einreiten. Mit der Mannschaft erreichte er in Athen einen guten 5.Platz. 1998 wurde Crotta zusammen mit seinem Team Europameister der Jungen Reiter. In diesem Jahr hat der Schweizer Nachwuchsreiter ebenfalls schon gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Das beweisen der erste Platz beim Nationenpreis in Zagreb als auch zahlreiche 2.Plätze und Platzierungen in schweren Springen.

Aber auch im Dressurviereck wird der Kampf um die ersten Plätze hart umkämpft sein: Die Doppelweltmeisterin der Dressurreiter, Nadine Capellmann, verspricht Spannung pur in der Frankfurter Festhalle. Die Pferdeliebe steckt bei Capellmanns im Blut: Nadines verstorbene Eltern ritten ebenfalls, Vater Kurt war selbst in internationalen Grand Prix Prüfungen auf vorderen Plätzen vertreten. Auch ihre ältere Schwester Gina ist im Dressursattel erfolgreich, gewann 1986 mit der Mannschaft Gold bei den Weltmeisterschaften in Toronto. Nadine Capellmann verfolgte ihr eigenes Ziel, den Aufstieg in die Spitze der Reiterei, sehr konsequent. Ihre ersten Runden drehte sie zweijährig auf Pony Nino. Mit Acht Jahren ritt sie ihr erstes Turnier, sechs Jahre später wurde sie zum ersten Mal Rheinische Meisterin der Junioren. Mit ihrem Hengst My Lord gelang der heute 39 jährigen ein paar Jahre später die Berufung in den A-Kader. Mehr oder weniger nebenher studierte sie nach dem Abitur BWL in Münster und Aachen, dass sie erfolgreich abschloss. Ihre Passion gehörte immer der Reiterei. 1996 war sie Ersatzreiterin für die Olympischen Spiele in Atlanta. Der nächste Schritt gelang ihr mit dem Wallach Farbenfroh, sie gewann mit der Mannschaft Gold bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Zwei Jahre später holte Nadine Capellmann mit Farbenfroh Doppel-Gold bei den Weltmeisterschaften im spanischen Jerez.

Konkurrenz wird sie von der diesjährigen amerikanischen Olympiabronzemedaillengewinnerin mit der Mannschaft, Lisa M. Wilcox bekommen. Die seit sieben Jahren für das Gestüt Vorwerk im niedersächsischen Cappeln Reitende, war die erste nicht- Europäerin, die sich in den Top 10 der Weltrangliste platzieren konnte. Bei den Weltmeisterschaften 2002 in Jerez de la Frontera erritt sich die heute 40jährige Lisa Wilcox mit der Mannschaft den hervorragenden zweiten Platz und wird auch in Frankfurt mit einem ihrer Hengste für eine tolle Darbietung sorgen.

Auch der Mannschaftsgoldmedaillengewinner aus Athen, Hubertus Schmidt, wird die Zuschauer begeistern. Geboren am 8. Oktober 1959, entstammt er einer Familie, die traditionell Pferdesport und Zucht betreibt. Heute leitet er selber im ostwestfälischen Borchen-Etteln bei Paderborn einen eigenen Ausbildungs- und Zuchtstall. Der Pferdewirtschaftsmeister gehört zu den international erfolgreichsten Dressurausbildern dieser Zeit. Kaum ein anderer hat in den vergangenen Jahren so viele Pferde in den Dressurspitzensport gebracht wie der fünffache deutsche Champion der Berufsreiter in der Dressur. In seiner Jugendzeit und auch später er allerdings auch gerne und erfolgreich Springen bis zur Klasse S geritten. Hubertus Schmidt, verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes, kann auch in diesem Jahr schon viele Erfolge vorweisen: Unter anderem der Sieg im Grand Prix Special in Aachen als auch der dritte Platz beim Weltcupfinale in Düsseldorf.

Der Brite Emile Faurie, zweimaliger Teilnehmer bei den Olympischen Spielen in Barcelona 1996 und in Sydney 2000, will auch im Dressurviereck angreifen. 2003 gewann er mit der Mannschaft die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften. Der dreimalige Teilnehmer an den Weltmeisterschaften 1994, 1998 und 2002 gewann in diesem Jahr bereits die Grand Prix Kür in Hickstead.



Amis du Cheval islandais


FLSE

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.