Hufschmiedemeister Jacques Goedert zu Schneebeschlägen

Grundsätzlich ist zu sagen, daß es keinen Schneebeschlag gibt, den man nur bei Bedarf auf die Hufe bringt.
Pferdehalter und Schmied müssen sich pro oder contra Schneebeschlag je nach Saison entscheiden. Es gibt mehrere Varianten: Der optimale Schneebeschlag ist das Schweizer Fabrikat Hoofgrip, ein Hartgummi in Hufeisenform mit einem Wulst an der Innenseite. Der Hoofgrip wird zwischen Eisen und Huf genagelt. Der Gummiwulst drückt beim Abfussen den Schnee aus der Hufsohle heraus, ein Aufstollen wird verhindert. Eine ähnliche Wirkung hat eine durchgehende Kunststoffplatte in Hufform, mit einem Silikonpolster zwischen Platte und Strahl. Ebenso kann der normalerweise als Polsterung zwischen Eisen und Huf angebrachte Kunststoffbeschlag der Marke Strömsholm “Hoof Cushions” als Schneebeschlag dienen. Eine uralte Methode ist das Abschleifen, bzw. Abflachen der Eisen durch den Schmied. Hier wird die Innenkante des Eisens auf das Niveau der Sohle hin abgedacht. Der Schnee kann nicht an der Innenkante des Eisens haften bleiben. Diese Methode ist sehr arbeitsaufwendig und wird deshalb kaum noch von Schmieden angewandt.

Wer sich gegen Schneebeschlag entscheidet, dem bleibt nur noch das Einfetten, Anbringen von Schiwachs oder Schmierseife auf den Hufen vor dem Ritt. Leider läßt die Wirkung dieser Mittel auch sehr schnell wieder nach.



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