Joëlle Wenger Weltmeisterin der Studentenreiter in der Dressur

Mit einem unglaublichen Resultat kehrte die Luxemburgische Mannschaft von der Weltmeisterschaft der Studentenreiter nach Hause zurück. Im belgischen Mechelen trafen sich vom 30.10. bis 03.11.2002 Mannschaften aus siebzehn Nationen zum Wettkampf. Darunter befanden sich so starke Reitnationen wie Deutschland, Irland usw.. aber auch so exotische Länder wie Thailand oder Algerien.
Die Luxemburger Equipe fuhr mit einem gewissen Erwartungsdruck nach Belgien, hatte doch Clemens Wintzer bei der letzten WUEC (World University Equestrian Championship) 2000 in Bern die Bronzemedaille im Springen gewinnen können.

Mit dem Einverständnis der verantwortlichen LASEL hatte Joëlle Kinnen als Teamchef folgende Reiter ausgewählt: Die erfahrene Dressurreiterin Joëlle Wenger, und als Springreiter Michèle Hoffmann und Kim Brockmeyer. Als Ersatzreiterin wurde die junge Sarah Becker berufen. Joëlle Wenger war in den neunziger Jahren mehrfache Meisterin bei den Junioren und Jungen Reitern. Sie vertrat Luxemburg schon mit schönen Resultaten bei Europameisterschaften. Auch Michèle Hoffmann war schon auf internationalem Niveau für Luxemburg unterwegs.

Nach einem intensiven Training im Centre Equestre de Beaufort, unter der Leitung von Sascha Schulz und Christof Umbach schafften es die Luxemburger in der Mannschaftsdressur auf A-Niveau zu überzeugen. Joëlle Wenger und Kim Brockmeyer konnten sich für die zweite Runde qualifizieren. Michèle Hoffmann wurde sehr knapp geschlagen. Joëlle Wenger konnte mit konzentrierten Ritten und sehr sauberen Vorstellungen auf den fremden Pferden triumphalen Einzug ins Finale halten. Dort traf sie auf den Deutschen, Frank Ostholt, Reservereiter für die Deutsche Vielseitigkeitsmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Jerez 2002. Beide mussten sich in einer St-Georges und einer Inter-1 Kür beweisen. Mit den wertvollen Tipps von Joëlle Kinnen auf die schweren Prüfungen eingestimmt, konnte Joëlle Wenger die internationalen Richter mit gefühlvollen Ritten überzeugen.

Bleibt noch anzumerken, dass sich Joëlle Wenger auch im Springen für die zweite Runde qualifizieren konnte, und somit in der kombinierten Wertung auf dem guten aber undankbaren vierten Platz landete. Die Luxemburgische Mannschaft schaffte im Gesamtklassement den achten Platz. Frank Ostholt gewann sowohl den Titel des Kombiweltmeisters, wie auch mit der Mannschaft. Im Springen kam die Holländerin Katrien Galema zu Siegerehren.

Besonders schön war, dass so erfolgreiche luxemburgische Nachwuchsreiter wie Sophie Rossy und Ken Gruber den Weg nicht gescheut hatten, um ihr Team zu unterstützen. Dies zeugt wieder von der besonderen Atmosphäre dieser Turniere, bei welchen den Jugendlichen aus der ganzen Welt die Möglichkeit gegeben wird, auch ohne eigene Pferde, sich reiterlich zu messen. Auch machten die belgischen Warmblutpferde Werbung für sich. Sowohl die Dressur- als auch die Springreiter waren von überragender Qualität.

Jetzt sinnen die Studentenreiter aus aller Welt auf Revanche. Diese Chance wird ihnen an Sylvester in Luxemburg, auf der Merler Reitanlage geboten. Dort werden Mannschaften aus 15 Nationen erwartet zum Luxembourg New Years Student Riding Nations Cup. Avis aux amateurs! Die Luxemburger Studentenreiter freuen sich über jede Unterstützung.



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