Charlotte Bettendorf

Charlotte Bettendorf – Rückblick 2018 – das war ein richtig erfolgreiches Jahr, oder?
Ja, das stimmt. Dieses Jahr war wahnsinnig erfolgreich und ich bin sehr stolz darauf, was meine Pferde und ich geschafft haben.

Besonders gerne erinnere ich mich beispielsweise an den zweiten Platz im Championat von Mannheim oder an den Sieg in Geesteren, wo ich mein erstes Auto gewonnen habe. So etwas vergisst man natürlich nicht. Auch nun zum Ende des Jahres hin kamen nochmal so viele Erfolge hinzu. Auch jüngst in Prag der Sieg im CSI 2* Großen Preis und die vielen tollen Platzierungen mit Hope Street waren etwas ganz Besonderes. Ich habe mich außerdem sehr über die Siege meiner ganz jungen Pferde, also vor allem der Siebenjährigen in den Youngster-Prüfungen, gefreut. Aber ich glaube, die Erfolge mit Raia d´Helby bleiben am meisten hängen. Sie ist mit ihren 13 Jahren mein erfahrenstes Pferd und ich kann mich immer auf sie verlassen. Aber in die Holsteiner-Stute Hope Street setze ich nach den jüngsten Erfolgen ganz große Hoffnungen. Sie ist ja erst neun Jahre.

Und der Wechsel in den Stall von François Mathys hat sich letztendlich als absoluter Glücksgriff erwiesen?

Ja, das war ein Riesen-Sprungbrett für mich und ich bin sehr froh, dass ich diesen Weg gegangen bin. Dank der Arbeit für ihn habe ich immer Pferde zur Verfügung, die ich reiten darf. Klar muss an die andere Seite der Medaille sehen, nämlich, dass die Pferde alle zum Verkauf stehen. Aber ich kann mir sicher sein, dass immer wieder gute neue Pferde nachkommen. Ich kann dank François Mathys fast jedes Wochenende auf ein Turnier fahren. Das macht die Zusammenarbeit für mich wahnsinnig attraktiv. Es war immer mein Traum, solch ein Leben zu führen. Früher, als ich das selbstständig gemacht habe, war ich froh, wenn ich ein Pferd für das Drei-Sterne-Niveau hatte. Jetzt habe ich mehrere zur Verfügung. Und das macht das Ganze für mich natürlich auch viel spannender. Ich fühle mich heute viel mehr drin im Kreis der Großen. Und dass mir dies für mein kleines Land Luxemburg gelungen ist, macht mich sehr stolz.
Auf die Weltreiterspiele haben Sie aber dennoch in 2018 verzichtet?
Ich wäre für das Großereignis Weltreiterspiele tatsächlich qualifiziert gewesen, aber ich habe freiwillig darauf verzichtet. Zunächst hatte ich mich mit Curtis qualifiziert, aber er ist zu seiner Besitzerin zurückgegangen und ich bin sehr glücklich zu sehen, wie die beiden sich zeigen. Außerdem war ich mit Raia d´Helby qualifiziert, aber eine leichte Verletzung der Stute machte und leider einen Strich durch die Rechnung. Der Traum von den Weltreiterspielen, den ich natürlich gelebt habe, ist damit vorerst erstmal auf Eis gelegen worden. Aber das heißt ja nicht, dass ich ihn nicht weiterverfolge.
Jetzt haben Sie sich bestimmt schon ehrgeizige Ziele für 2019 gesteckt?

Ja, natürlich braucht jeder von uns Ziele und Träume. Und im kommenden Jahr sind das definitiv die Europameisterschaften in Rotterdam für mich. Ich hoffe sehr, dass wir dieses Mal alle gesund bleiben und dass dies dann für uns möglich ist. Außerdem habe ich nach wie vor zwei große Träume: Ich möchte unbedingt einmal in Aachen beim CHIO reiten. Das war von Kindheit an mein großer Traum. Und nach Calgary würde ich auch gerne einmal reisen. Das sind die beiden großen Turniere, die ich unbedingt einmal erleben möchte. Diese riesigen Rasenplätze müssen unglaublich sein!
Interview: Alexandra Koch / Fotos Klaus Morheng



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