Leopold van Asten gewinnt Internationalen Mitsubishi Preis von Nordrhein Westfal

An seinem Sieg war heute nichts zu rütteln, gab Alois Pollmann-Schweckhorst als Zweitplatzierter unumwunden zu. Tatsächlich schaffte es Leopold van Asten (30) in der Siegerrunde des Internationalen Mitsubishi Preis von Nordrhein Westfalen mit über zwei Sekunden Vorsprung über die Ziellinie zu reiten und damit einen Mitsubishi Colt im Wert von rund 14.000 Euro mit nach Hause zu nehmen. Der Niederländer war mit einem Abwurf im Umlauf als 15. gerade noch in die Siegerrunde gerutscht.
In dem von Frank Rothenberger auf Wendigkeit und Schnelligkeit ausgelegten Parcours konnte van Astens Stute Fleche Rouge dann ihre Vorzüge ausspielen. Sie hat super mitgemacht und so konnte ich jeden Sprung voll anreiten. Ich musste nicht warten und sie irgendwo zurückhalten, so der Olympiareiter, der schon die Großen Preise von Donaueschingen oder auch Valkenswaard gewinnen konnte. Mit ihrer zierlichen Statur und ihrer kleinen Galoppade war die 14-jährige französische Papillon Rouge-Tochter ihren zumeist kräftigeren Kollegen im Dortmunder Oval der Westfalenhalle deutlich überlegen. Einige davon wird sie in Las Vegas beim Weltcup-Finale wieder treffen. Ich kenne die Gegebenheiten dort nicht, aber da die Hallen ähnlich sind, ist Dortmund eine gute Vorbereitung. Mal sehen, wie wir dort abschneiden, so van Asten, der sich mit seinem heutigen Sieg – wie der Zweitplatzierte – auch für das JAB ANSTOETZ Masters League Finale im Dezember in der Frankfurter Festhalle qualifizierte.

Ebenfalls in Las Vegas wird der Zweitplatzierte Alois Pollmann-Schweckhorst antreten. Der Warsteiner, der neben der Turnierplanung auch noch mit seinem Umzug nach Mühlen zu Paul Schockemöhle beschäftigt ist, wird dort Candy reiten. Sie pausiert deshalb in Dortmund. Dafür darf Paparazzi sich in der Großen Tour in Dortmund präsentieren. Mit seinen Leistungen bin ich auch absolut zufrieden. Am Sieg von Leopold war aber nichts zu machen, so der zweifache Vater, der seine ganze Familie fürs Osterfest mitgebracht hatte.

Marco Kutscher (Riesenbeck), dem nur zwei Zehntelsekunden auf den zweiten Platz fehlten, zeigte sich ebenfalls versöhnlicher mit seinem Controe, auch wenn er deutlich mehr für seinen Erfolg arbeiten musste als Leopold van Asten. Gestern ist er noch sehr schlecht gesprungen mit 17 Fehlerpunkten. Doch heute war das schon deutlich besser. Eigentlich war er auch für Las Vegas vorgesehen, da Controe gerne in der Halle geht. Ich wollte meinen Chef Ludger Beerbaum hier überzeugen, dass wir ihn mitnehmen. Jetzt müssen wir mal sehen, wie es in Dortmund weitergeht, so der Doppel-Europameister.

Ähnlich ließ sich auch Veranstalter Dr. Kaspar Funke vernehmen. Denn erst in den nächsten Wochen wird sich entscheiden, ob das Internationale Westfalenhallen Reitturnier wieder auf seinen gewohnten Termin im März ausgetragen oder doch als abschließender Höhepunkte der Hallensaison in den April rutscht. Dann werden wir uns aber nicht unbedingt die Osterfeiertage aussuchen, erklärte Dr. Funke. Wie gut der April von den Reitern angenommen wird, zeigt das hochkarätige Starterfeld, in dem in diesem Jahr kaum ein Springreiter der Weltspitze fehlte.

Ergebnisse vom Sonntag (08.04.2007)

Internationaler Mitsubishi Preis von Nordrhein Westfalen (mit Siegerrunde) Qualifikation zum JAB ANSTOETZ Masters League Finale

1. Leopold van Asten (NED) mit Fleche Rouge, 0 Fehlerpunkte/31,34 Sekunden
2. Alois Pollmann-Schweckhorst (Warstein) mit Paparazzi 0/33,94
3. Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Controe, 0/34,15
4. Geir Gulliksen (NOR) mit LEspoir, 0/34,18
5. Pius Schwizer (SUI) mit Noblesse M, 0/34,26
6. Jessica Kürten (IRL) mit Jipey Dark, 0/34,79

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