CHIO Aachen 2002 News vom 26.06.02

Stimmungsvolle Eröffnungsfeier vor 39.000 Zuschauern -Überraschungssieg durch Reynald Angot – Stimmungsvoller Auftakt des „Weltfest des Pferdesports – CHIO Aachen 2002“. Rund 39.000 Besucher verfolgten am Dienstag mit Begeisterung die große offizielle Eröffnungsfeier, bei dem die Niederlande als diesjähriges CHIO-Partnerland im Mittelpunkt standen.
Prächtig geschmückte Kutschen, angespannt mit schwarzen Friesenpferden und den typischen Kutschpferden der Niederlande, den „Tuigpaarden“ und schweren niederländischen Kaltblütern, begeisterten die Zuschauer. Musikkapellen auf Fahrrädern und die vielen farbenfrohen Kostüme der Schaubilder ließen eine bunte, fröhliche CHIO-Woche mit dem Nachbarland Niederlande erahnen. Als offizieller Höhepunkt der Eröffnungsfeier erfolgte die Übergabe des Aachener Bewerbungsbuches mit der Bewerbung um die Weltreiterspiele 2006 an den Vizepräsidenten der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI), Freddy Serpieri. Aachen sieht in die Zukunft, daher übergaben 173 Kinder aus 23 Nationen das Dokument im Namen des Aachen-Laurensberger Rennvereins. Den Abschluß bildeten die niederländischen Olympiasieger Anky van Grunsven und Jeroen Dubbeldam, die unter dem tosenden Applaus der Zuschauer auf einem Tandem durchs Springstadion fuhren.

Bereits vor der Eröffnungsfeier hatten die Springreiter ihre Wettkämpfe begonnen, und wie: Denn zum Auftakt rechneten schon alle mit einem Doppel-Sieg des Stalles Beerbaum: Bereiter Marco Kutscher hatte mit dem zehnjährigen Nino eine fehlerfreie Runde vorgelegt, die Chef Ludger Beerbaum auf dem elfjährigen Goldfever noch um 24 Hundertstel unterbot. Und dann zeigte der Franzose Reynald Angot, dass es im „Nachbarland-Niederlande-Preis“ noch 67 Hundertstel schneller ging.

Angot ist zum ersten Mal in Aachen am Start, reitet überhaupt erst zum zweiten Mal für Frankreich bei einem CSIO, sprich einem offiziellen Turnier mit Nationenpreis. Bei seinem ersten in Lissabon gewann die französische Equipe übrigens den Team-Wettbewerb. Ein gutes Omen? Der junge Reiter aus der Normandie saß dabei im Sattel des elfjährigen Hengstes Dollar de la Pierre, der 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney unter dem Mexikaner Santiago Lambre ging. Damals allerdings noch unter dem Namen Tlaloc la Silla, da er sich im Besitz des Mexikaners Alfonso Romo befand. Der verkaufte ihn Ende 2000 an Leon Melchior (Lanaken) vom Gestüt Zangersheide, wo er kurze Zeit unter dem Belgier Jos Lansink ging, ehe er im Frühjahr 2001 nach Frankreich wechselte. Angot gewann mit dem Franzosen-Hengst, der nun wieder seinen Geburtsnamen, nämlich Dollar de la Pierre, trägt, unter anderem das Springen „Sires of the world“ im September 2001 in Lanaken.

„Ludger hat gepfiffen, da habe ich Gas gegeben“, sagte Marco Kutscher nach seinen dritten Platz beim Aachen-Debüt. „Normalerweise tue ich das zwar nicht, aber diesmal habe ich draufgehalten.“ Der 27-Jährige ist seit zwei Jahren im Stall Beerbaum und etablierte sich im vergangenen Winter auch international. „Ludger hat gesehen, wo ich nicht perfekt geritten bin. Und hat das besser gemacht,“ gibt der Youngster erfreulich offen zu.

Zum Auftakt des „Weltfest des Pferdesports – CHIO Aachen 2002“ hatte sich Vize-Europameister Ludo Philippaerts in die Siegerliste eingetragen. Der Belgier saß im Sattel des zehnjährigen Verelst Roi und war deutliche 1,68 Sekunden schneller als der Borkener Marcus Ehning auf dem Oldenburger Noble Savage und 2,55 Sekunden schneller als Marcus Fuchs (Schweiz), Weltcup-Sieger 2001, der im Sattel von Edza de St. Denis saß.



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